Gemeinsamer Unterricht
Gemeinsamer Unterricht

  • der Montessori Grundschule Mataréstraße (seit 1996),
  • der Hauptschule Burtscheid (seit 2000)
  • der Alkuinschule-Ganztagsrealschule und Aufbaurealschule (seit 2013).
Kolleginnen und Kollegen aus der Bischöflichen Marienschule arbeiten in dem jeweiligen Kooperationssystem mit Schülern und Schülerinnen, die eine zusätzliche Förderung im Bereich soziale und emotionale Entwicklung benötigen, um am Unterricht der allgemeinen Schule erfolgreich teilnehmen zu können. Dabei handelt es sich überwiegend um eine zielgleiche Förderung.
Die personelle Anbindung der Sonderpädagogen an die Bischöfliche Marienschule ermöglicht für die Schüler und Schülerinnen eine konkrete Durchlässigkeit der einzelnen Systeme. Ein Wechsel in einen anderen Kooperationsbereich der Bischöflichen Marienschule wird frühzeitig im kollegialen Miteinander angebahnt, personell eng begleitet und nachbetreut.
Über die personelle Einbindung in das jeweilige System werden Angebote gemacht, die über die Möglichkeiten des allgemeinen Unterrichts hinausgehen.

Dadurch, dass die geförderten Kinder sich auf alle Klassen der Schule verteilen, besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Sonderschullehrerinnen und Sonderschullehrern und allen Mitgliedern des Kollegiums, die durch den regelmäßigen Austausch in Konferenzen, Fallbesprechungen etc. intensiviert und ergänzt werden.

Gemeinsamer Unterricht in der Montessori-Grundschule Mataréstraße
Gemeinsamer Unterricht in der Montessori-Grundschule Mataréstraße

Die Montessori-Grundschule Mataréstraße ist als Angebotsschule in ihrer speziellen Pädagogik ausgerichtet auf die individuelle Lern- und Persönlichkeitsentwicklung jedes Kindes nach den von Maria Montessori entwickelten Prinzipien und Methoden. Dieses Angebot wird seit Jahren verstärkt von Eltern angefragt, deren Kinder im Vorschulalter auffällige, defizitäre und/oder andere förderungsbedürftige Verhaltensweisen zeigten.

Der Anspruch M. Montessoris, "jedes Kind da abzuholen, wo es steht", kann durch die Sonderschullehrerinnen, die über die Montessori- Ausbildung verfügen, umgesetzt werden, indem die Besonderheiten einer Montessori-Schule mit sonderpädagogischen Konzepten verbunden werden zur Integration und optimalen Förderung der betroffenen Kinder.

Ein großzügiger und vielfältig ausgestatteter Raum ermöglicht eine Einzel- und Gruppenförderung auch in Angeboten zur Grob- und Feinmotorik, zum spielerischen Selbstausdruck, zu Geschicklichkeits- und Balancetraining, zu Entspannungstechniken ebenso wie Übungsmöglichkeiten in fairem Wettkampf und Erlernen der Grundzüge verschiedener Freizeitsportarten.

Im Bereich der Prävention leitet die Sonderschullehrerin regelmäßig Gruppen zur Mädchenförderung, führt mit einer Grundschulkollegin die jährliche Streitschlichterausbildung durch und betreut das Kieler Einschulungsverfahren, mit dem die neuen Erstklässler vor der Einschulung auf ihre Fähigkeiten überprüft werden.

Gemeinsamer Unterricht in der Gemeinschaftshauptschule Burtscheid
Gemeinsamer Unterricht in der Gemeinschaftshauptschule Burtscheid

Die Gemeinschaftshauptschule Burtscheid befindet sich seit dem Schuljahr 2006/07 mit ihren Klassen 5 und 6 im Offenen Ganztag. Jährlich kommt ein weiterer Jahrgang hinzu. Dieser Entwicklung wird von Seiten der Marienschule Rechnung getragen, indem die sonderpädagogische Förderung ebenfalls anteilsmäßig auf den Nachmittagsbereich ausgedehnt ist. Denn besonders die Förderschüler zeigen in dem zusätzlichen Angebot einen erhöhten Bedarf nach enger und strukturierter Begleitung.

Aktuell werden 4 SchülerInnen, die aus allen Jahrgangsstufen der GHS kommen, von einer Sonderpädagogin und einem Sonderpädagogen gefördert.

Durch gezieltes Verhaltenstraining im Hinblick auf einen respektvollen Umgang mit Mitschülern und Erwachsenen, durch Regelverständnis und durch ein Erlernen von Lernstrategien ist die Vermeidung der Überweisung an die Förderschule möglich.

Der Gemeinsame Unterricht beinhaltet, dass Hauptschullehrer und Sonderschullehrer gemeinsam in der Klasse unterrichten. Je nach individuellem Förderbedarf sind auch die Förderung in einer Kleingruppe und die Einzelförderung eines Schülers in einem Rahmen von 3 Wochenstunden möglich.

Die jeweilige Förderung findet immer auf der Basis des engen Austauschs zwischen den beteiligten Lehrern unter der regelmäßigen Einbeziehung der Eltern und Erziehungsberechtigten statt.

Auch im Vorfeld sonderpädagogischer Förderung ist ihre enge Zusammenarbeit zwingend notwendiger Bestandteil zur Umsetzung ihrer gemeinsamen Zielsetzungen in der Präventionsarbeit.

Gemeinsamer Unterricht in der Alkuinschule-Ganztagsrealschule und Aufbaurealschule
Gemeinsamer Unterricht in der Alkuinschule-Ganztagsrealschule und Aufbaurealschule

Mit Beginn des Schuljahres 2012/13 begann das Kollegium der Alkuinschule in Zusammenarbeit mit zwei Sonderpädagogen der Bischöflichen Marienschule den Aufbau des Gemeinsamen Unterrichts in der Alkuinschule.

Aktuell werden 4 Schüler der Jahrgangsstufe 5 hier sonderpädagogisch gefördert.

Aufgrund der noch geringen Anzahl der GU-Schüler ist es derzeit noch nicht möglich, einen Kollegen der Bischöflichen Marienschule mit kompletter Stundenzahl in die Realschule abzuordnen, um eine kontinuierliche Begleitung und Förderung wie in den anderen GU-Schulen zu gewährleisten.

Stammschule
Stammschule

Zeigen sich die Verhaltensauffälligkeiten eines Schülers im Rahmen einer Diagnostik nach der AO-SF im Regelschulsystem so ausgeprägt, dass ihm mit den Möglichkeiten des Regelsystems und/oder der sonderpädagogischen Förderung im GU nicht angemessen begegnet werden kann, findet nach Abschluss des sonderpädagogischen Gutachtens, des Gutachtens durch das Gesundheitsamt und der auf diesen Gutachten basierenden Entscheidung der Schulaufsicht die Aufnahme an der Stammschule oder ein Förderortwechsel aus dem GU an selbige statt.

An der Stammschule werden ca. 20 Schüler in jahrgangsübergreifenden Kleingruppen (6-14 Schüler) nach den Richtlinien der Grund- und Hauptschulen unterrichtet. Mit dem neuen Schulgesetz ist auch die Unterrichtung nach den Richtlinien der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen möglich.

Die Mitarbeiter der Stammschule entwickelten in einem einjährigen Prozess ein System der pädagogischen Geschlossenheit, dessen Effektivität regelmäßig überprüft wird. Neue Mitarbeiter werden sofort in dieses Konzept eingebunden.

Die mit Schülern, Eltern und Lehrern gemeinsam erstellten Regeln und Vereinbarungen schaffen verlässliche Grenzen für den Schulalltag. Die jahrgangsübergreifenden Kleingruppen werden – eingebettet in einen strukturierten und ritualisierten Tagesablauf – nach dem Klassenlehrerprinzip unterrichtet. Die angestrebte enge pädagogische Geschlossenheit entsteht durch regelmäßigen und beratenden Austausch unter den Mitarbeitern der Stammschule. Im Zentrum dieser Gespräche stehen die Schüler, die individuelle Erziehungsarbeit und die daraus folgende Arbeitsplanung und -teilung.

Jeder Schüler ist jedem Mitarbeiter bekannt. Die daraus entstehende Transparenz ermöglicht sowohl klassenübergreifende Aktivitäten als auch individuelle Einzelbetreuung eines jeden Schülers in jeder Kleingruppe mit jedem Mitarbeiter. Sie ist zudem Basis eines flexiblen Hilfssystems in wiederkehrenden Krisensituationen im Schulalltag. Des Weiteren können so die im Team geführten Beratungsgespräche mit dem Schüler und den am Erziehungsprozess beteiligten anderen Personen von jedem Mitarbeiter geführt werden.